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Wärmepumpe am Haus

Wärmepumpe steht still: Sperrzeit oder Defekt?

Das Außengerät schweigt, die Heizkörper kühlen langsam aus, und am Display steht kein Fehlercode. Dann kann es sein, dass der Netzbetreiber die Wärmepumpe für eine Weile freigegeben hat. Das kommt vor und ist keine Störung. So unterscheiden Sie beides.

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Wärmepumpe im Garten gibt beim Abtauen eine Dampfwolke ab – Wärmepumpe steht still: Sperrzeit oder Defekt?

Was eine Sperrzeit für die Wärmepumpe bedeutet

Eine Sperrzeit ist eine zeitweise Abschaltung durch den Netzbetreiber.
Er darf bei Anlagen mit besonderem Stromtarif die Leistung begrenzen, wenn das Stromnetz stark beansprucht wird. Die Wärmepumpe erhält dann ein Signal und stellt den Betrieb ein, bis das Netz wieder frei ist. Die Anlage selbst ist dabei vollkommen in Ordnung.
Für Hausbesitzer ist das ein Kompromiss, der an einen besonderen Stromtarif für Wärmepumpen geknüpft ist.
Wann gesperrt wird und wie lange, steht im Vertrag mit dem Netzbetreiber, nicht an der Anlage. Solche Pausen kommen vor, die Länge hängt vom Netz und vom Vertrag ab und kann sich von Haus zu Haus unterscheiden.
Gut gedämmte Häuser mit Fußbodenheizung merken die Sperre kaum, weil Estrich und Speicher Wärme halten.
Bei Heizkörpern und schwächerer Dämmung kühlen die Räume schneller aus. Das Haus wird dann nicht kaputt, es fehlt nur für eine Weile die Wärme, die gerade nicht erzeugt werden darf. Sobald das Signal endet, lädt die Anlage Speicher und Heizkreis wieder auf, und die Räume werden nach und nach warm.

So erkennen Sie eine Sperrzeit am Gerät

Der Regler zeigt eine Sperre meist als Hinweis an, nicht als Fehler. Je nach Gerät steht dort ein Symbol, ein Text wie EVU-Sperre oder eine Betriebsmeldung. Das ist ein deutlicher Unterschied zu einem Störungscode, der mit Ziffern oder Buchstaben auf einen Defekt verweist. Schreiben Sie auf, was genau im Display erscheint, am besten wörtlich.

Ein weiteres Zeichen ist das Verhalten. Verdichter und Ventilator stehen still, aber der Regler arbeitet und zeigt Temperaturen an. Die Umwälzpumpe kann weiterlaufen oder ebenfalls pausieren. Nach dem Ende der Sperre fährt die Anlage von selbst wieder an, ohne dass Sie etwas bedienen müssen.

Sperrzeit oder Störung sauber unterscheiden

  • Prüfen Sie zuerst das Offensichtliche. Stimmen Uhr und Betriebsart am Regler, und steht der Heizungsnotschalter vor dem Heizraum auf Ein? Ist das Display aktiv und ohne Fehler, passt das Bild einer Sperre. Liegt dagegen ein Fehlercode vor, oder bleibt das Gerät unabhängig vom Tagesverlauf ausgeschaltet, kommt eine Störung in Betracht.

  • Hilfreich ist ein Vergleich mit dem Vortag. Lief die Anlage zur gleichen Zeit schon einmal still und danach wieder an, hatte sie wohl Pause. Gab es keinen solchen Verlauf, bleibt ein Defekt wahrscheinlich. Auch ein vereistes Gerät, wie es in Wärmepumpe dampft und taut ab beschrieben wird, kann den Betrieb unterbrechen.

  • Gibt es eine Hybridanlage mit Kessel, übernimmt dieser eventuell während der Sperre. Dann merken Sie die Pause gar nicht. Wie der Wechsel funktioniert, zeigt der Beitrag zur Hybridheizung im Haus, der auch erklärt, wann der Kessel hinzukommt und weshalb das beabsichtigt ist.

Was Sie bei einer Sperre tun und was nicht

Bei einer reinen Sperre müssen Sie nichts reparieren lassen.

Heizen Sie nicht mit Ersatzgeräten, denn Heizlüfter, Gasofen oder Heizstrahler sind keine sichere Lösung. Drehen Sie Türen zu kühlen Räumen auf, damit warme Luft verteilt wird, und schließen Sie Fenster. Sparsam genutzte Wärme hält das Haus länger angenehm.

Wenn Sie unsicher sind, vergleichen Sie, was der Netzbetreiber im Vertrag zugesagt hat. Er legt die Bedingungen fest, nicht die Wärmepumpe. Verändern Sie nichts am Zähler, am Schaltkasten oder am Sperrsignal, denn diese Teile gehören dem Versorger und der Fachkraft, nicht dem Hausbesitzer.

Merkliste zur Sperrzeit

  • Eine Sperrzeit schaltet die Wärmepumpe zeitweise ab, die Anlage selbst bleibt dabei unversehrt und startet danach von selbst.
  • Am Regler erscheint bei einer Sperre meist ein Hinweis oder Symbol und kein Fehlercode.
  • Kehrt die Pause immer in derselben Tageszeit wieder, spricht das stark für eine Sperre des Netzbetreibers.
  • Heizlüfter, Gasofen und Heizstrahler sind kein Ersatz, offene Türen zu kühlen Räumen verteilen dagegen die Restwärme.
  • Bei Fehlercode oder dauerhaftem Stillstand ohne erkennbaren Verlauf ist eine Fachkraft für die Wärmepumpe gefragt.

Fragen zur Sperrzeit

Darf der Netzbetreiber meine Wärmepumpe einfach abschalten?
Bei vielen Tarifen für Wärmepumpen ist das vertraglich vorgesehen. Dafür gilt ein eigener Wärmepumpentarif. Wann und wie lange gesperrt wird, regelt der Vertrag. Die Abschaltung schadet der Anlage nicht, sie startet danach von selbst wieder an.
Woran sehe ich, dass es keine Störung ist?
Am Regler steht dann ein Hinweis oder Symbol statt eines Fehlercodes, und das Gerät läuft später von selbst weiter. Zeigt es dagegen einen Code oder bleibt es unabhängig vom Tagesverlauf aus, kommt eine Störung in Betracht.
Wird mein Haus während der Sperre sehr kalt?
Das hängt von Dämmung, Speicher und Heizsystem ab. Mit Fußbodenheizung und gutem Dämmstandard merken Sie kaum etwas. Bei Heizkörpern und schwacher Dämmung kühlen die Räume schneller. Türen zu kühlen Räumen offen halten, Fenster schließen.

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