Wozu ein Pufferspeicher dient
- Der Pufferspeicher entkoppelt Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch.
- Er nimmt Wärme auf, wenn sie anfällt, und gibt sie ab, wenn das Haus sie braucht. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Wärmequellen unregelmäßig liefern, etwa ein Kaminofen mit Wassertasche oder eine Solaranlage auf dem Dach. Der Behälter gleicht die Schwankungen aus.
- Auch ein Kessel profitiert vom Speicher.
- Er muss nicht bei jedem kurzen Wärmebedarf anspringen, sondern kann länger am Stück laufen und dann pausieren. Das schont Brenner und Anlagentechnik, weil weniger Starts anfallen. Im Haus merken Sie davon wenig, außer dass die Heizung ruhiger arbeitet und die Räume gleichmäßig warm bleiben.
- Äußerlich ist der Speicher ein senkrecht stehender Zylinder aus Stahl, umhüllt von einer dicken Dämmung mit Mantel. Oben und unten führen Rohre hinein und heraus. An der Seite sitzen oft Anschlüsse in mehreren Höhen. Sie sorgen dafür, dass heißes Wasser oben und kühleres unten entnommen oder eingespeist wird.
Wie der Speicher geschichtet ist
Heißes Wasser ist leichter als kaltes und steigt nach oben. Im Speicher bildet sich daher eine Schichtung: Oben liegt das warme Wasser, unten das kühle. Gute Speicher halten diese Ordnung, indem sie das Wasser langsam einströmen lassen. So steht oben schnell nutzbare Wärme zur Verfügung, auch wenn der untere Teil noch kalt ist.
Die Wärmequellen speisen auf verschiedenen Höhen ein. Der Kessel lädt meist im oberen Bereich, eine Solaranlage eher unten, weil sie auch geringe Wärme noch nutzt. Der Ofen mit Wassertasche kommt je nach Anlage hinzu. Die Regelung entscheidet über Pumpen und Ventile, welche Quelle wann liefert und wie weit der Speicher geladen wird.
Was Sie am Speicher beobachten dürfen
Am Speicher sitzen Thermometer, an denen Sie die Wärme in der Höhe ablesen. Sie sehen, ob oben warmes Wasser steht und ob der untere Bereich kühl ist. Das zeigt, ob der Speicher geladen wird. Notieren Sie die Werte, wenn eine Störung auftritt. Sie helfen dem Betrieb, das Verhalten der Anlage einzuordnen.
Nützlich ist auch das Gehör. Gluckern deutet auf Luft im System, ein Rauschen auf starken Durchfluss, ein Brummen auf eine Pumpe, die lauter läuft als sonst. Fassen Sie dabei keine Pumpe an und öffnen Sie keine Ventile. Die Dämmung bleibt am Speicher, denn sie hält die Wärme und schützt vor Berührung mit heißen Flächen.
Lesen Sie am Manometer den Anlagendruck ab. Im Einfamilienhaus liegt er meist etwa zwischen einem und zwei bar, den Sollwert zeigt eine Marke am Zifferblatt oder die Anleitung. Fällt der Zeiger dauerhaft ab, steckt dahinter womöglich ein undichter Strang oder ein erschöpftes Ausdehnungsgefäß. Das klärt der Heizungsbetrieb.
Störungen rund um den Speicher
Bleibt die Heizung kalt, obwohl der Speicher oben warm ist, liegt das Problem im Heizkreis.
Pumpe, Mischer oder Regelung können fehlerhaft arbeiten. Ist umgekehrt der Speicher kalt, obwohl Ofen, Solar oder Kessel laufen sollten, fehlt die Beladung. Beide Fälle zeigen, wo die Fachkraft zuerst suchen muss.
Ein Speicher, der sich nicht mehr gut füllt, kann an Luft, einer ausgefallenen Ladepumpe oder einem Regelungsfehler leiden. Diese Ursachen finden Sie nicht von außen. Auch das Warmwasser kann betroffen sein, wenn es über den Speicher läuft. Mehr dazu steht unter Solarthermie und Kessel: wer das Warmwasser liefert.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Pufferspeicher hält Heizungswasser warm und entkoppelt Erzeugung und Verbrauch im Haus.
- Im Speicher liegt warmes Wasser oben und kühles unten, die Schichtung macht ihn wirksam.
- Laien lesen Thermometer und Manometer ab und notieren die Werte für den Betrieb.
- Ventile, Pumpen, Entlüfter und Dämmung am Speicher bleiben für Laien unangetastet.
- Ein Warmwasserspeicher ist eine andere Einheit als der Pufferspeicher, auch bei ähnlichem Aussehen.
Fragen zum Pufferspeicher
- Ist der Pufferspeicher dasselbe wie der Warmwasserspeicher?
- Es sind zwei verschiedene Behälter. Der Pufferspeicher hält Heizungswasser für die Heizkreise bereit. Ein Warmwasserspeicher oder Boiler bevorratet Trinkwasser. Manche Anlagen koppeln beide, etwa über eine eingebaute Spirale. Welche Bauart Ihr Haus hat, steht in den Unterlagen der Anlage.
- Warum ist der Speicher oben warm und unten kalt?
- Das ist gewollt. Warmes Wasser steigt auf und sammelt sich oben, das kühle Rücklaufwasser bleibt unten. Diese Schichtung hält die nutzbare Wärme dort, wo die Heizkreise sie entnehmen. Ein deutlicher Temperaturunterschied zwischen oben und unten zeigt also einen gesunden Betrieb.
- Darf ich die Dämmung am Speicher abnehmen?
- Das sollten Sie nicht tun. Die Dämmung hält die Wärme im Behälter und schützt vor Verbrennungen an heißen Flächen. Darunter liegen Fühler und Anschlüsse, die ein Laie leicht beschädigt. Muss etwas geprüft werden, entfernt der Heizungsbetrieb die Dämmung selbst und bringt sie wieder an.
