Erst nachsehen, was die Anlage anzeigt
- Beginnen Sie mit dem Regler.
- Prüfen Sie Uhrzeit, Betriebsart und Solltemperatur, denn eine verstellte Uhr oder ein Sommerbetrieb wirkt wie ein Ausfall. Bleibt das Display dunkel, kontrollieren Sie den roten Schalter vor der Heizraumtür: Er muss auf Ein stehen. Mehr Eingriffe an der Elektrik sind nicht gedacht.
- Lesen Sie danach die Anzeige am Kessel ab.
- Eine Störungsmeldung oder ein Code gehört notiert, Wort für Wort. Werfen Sie einen Blick auf die Druckanzeige. Ein Einfamilienhaus läuft üblicherweise im Bereich von etwa 1 bis 2 bar, die rote Marke oder die Anleitung zeigt den eigenen Wert. Ist der Zeiger weit darunter, fehlt Wasser im Kreis.
- Ölkessel verlangen den Blick auf den Tankstand, Wärmepumpen den Blick auf das Außengerät.
- Schnee und Laub nehmen Sie dort von außen weg. Bei einer Störung am Brenner gilt: Entriegeln höchstens ein einziges Mal, und beim Ölbrenner nicht wiederholt, weil sich sonst Öl im Brennraum ansammeln und verpuffen kann.
Leitungen und Räume vor dem Einfrieren schützen
Wasser, das gefriert, dehnt sich aus und sprengt Rohre. Deshalb kommt es darauf an, die Kälte von den Leitungen fernzuhalten. Öffnen Sie die Türen zu Räumen mit Wasserleitungen, damit Restwärme aus den bewohnten Zimmern dorthin strömt. Schranktüren unter Waschbecken lassen Sie offen stehen, Fenster bleiben dicht geschlossen.
Konzentrieren Sie sich auf die Räume, die noch warm sind, und ziehen Sie sich dort zusammen. Decken, warme Kleidung und geschlossene Vorhänge helfen, die Wärme zu halten. Prüfen Sie Keller, Anbau und Räume an der Nordseite. Dort kühlen Leitungen zuerst aus, und ein Rohrbruch bleibt oft lange unbemerkt.
Welche Ersatzwärme tabu bleibt
Heizlüfter, Gasofen, Heizstrahler, Grill und Backofen sind keine Ersatzheizung. Sie erzeugen Brandgefahr, und Gasgeräte im geschlossenen Raum können Kohlenmonoxid freisetzen. Wärmen Sie lieber sich selbst und die bewohnten Räume mit Decken und dicker Kleidung, das ist ungefährlich und reicht für einige Stunden meist aus.
Einen vorhandenen, abgenommenen Kaminofen betreiben Sie nur so, wie es seine Anleitung vorsieht. Heizt er über eine Wassertasche in den Heizkreis, ist bei Stromausfall besondere Vorsicht geboten, weil die Pumpe stillsteht. Näheres dazu schildert Kaminofen mit Wassertasche im Zusammenhang mit der Zentralheizung.
Brummt Ihnen im Heizraum der Kopf, wird Ihnen übel oder schwindelt es, kann Kohlenmonoxid im Spiel sein. Dann raus aus dem Raum, Fenster auf und die 112 wählen. Wer Gas riecht, ruft zuerst nicht den Heizungsnotdienst an, sondern handelt so: Fenster und Türen werden geöffnet, Schalter und Klingel bleiben unberührt, Mitbewohner werden gewarnt, den Gashaupthahn schließen Sie nur, wenn Sie ihn gefahrlos erreichen, und dann gehen alle ins Freie. Im Freien verständigen Sie die 112 oder den Entstörungsdienst Ihres Netzbetreibers.
Wann der Anruf beim Heizungsbetrieb folgt
Bleibt die Heizung trotz geprüfter Einstellung ohne Funktion, oder zeigt sie eine Störung, rufen Sie an.
Halten Sie Heizart, Fehlercode, Druck und Hausart bereit. Bei Öl nennen Sie den Füllstand, bei Gas die Anzeige am Gerät, bei Wärmepumpe den Zustand des Außengeräts. Diese Angaben ordnen das Problem schnell ein.
Wir vermitteln einen Heizungsbetrieb aus Brandenburg, der die Anlage vor Ort ansieht und die Fehlersuche übernimmt. Wie ein solcher Ausfall allgemein aussieht, beschreibt Heizung ausgefallen. Die Arbeit selbst führt der Betrieb durch, und die Abrechnung erfolgt mit ihm direkt.
Merkliste bei Frost und Ausfall
- Zuerst Regler, Uhr, Betriebsart und Heizungsnotschalter prüfen, dann Anzeige, Code und Druck ablesen und notieren.
- Die Wärme der noch warmen Zimmer über offene Türen zu den Leitungsräumen lenken, Fenster dichtlassen.
- Heizlüfter, Gasofen, Heizstrahler, Backofen, Grill, Föhn und offene Flamme sind keine Hilfe und gefährlich.
- Riecht es nach Gas: Schalter in Ruhe lassen, ins Freie gehen und dort die 112 oder den Gasnetzbetreiber alarmieren.
- Entriegeln höchstens einmal, nie wiederholt am Ölbrenner, und bei Kopfschmerz oder Schwindel nahe der Anlage lüften und 112 rufen.
Fragen zum Heizungsausfall bei Frost
- Was tue ich zuerst, wenn die Heizung im Frost ausfällt?
- Sehen Sie am Regler nach Uhr und Betriebsart, prüfen Sie den Heizungsnotschalter, lesen Sie Anzeige und Druck ab. Dann schützen Sie Leitungen durch geöffnete Türen und geschlossene Fenster. Danach folgt der Anruf bei einem Heizungsbetrieb.
- Ist ein Heizlüfter als Notheizung geeignet?
- Davon ist abzuraten. Heizlüfter belasten die Leitung stark und sind unbeaufsichtigt ein Brandrisiko. Gasöfen und Strahler setzen zudem Abgas frei. Besser halten Sie die Wärme in den bewohnten Räumen mit Decken und Kleidung zusammen.
- Woran erkenne ich ein eingefrorenes Rohr?
- Ein Rohr ist verdächtig, wenn der Wasserhahn nur noch tröpfelt oder nichts mehr kommt, oder wenn eine Leitung Reif oder eine Beule zeigt. Tauen Sie nichts mit Flamme oder Föhn auf, sondern rufen Sie einen Fachbetrieb, bevor Wasser austritt.
