Was im leeren Haus bei Frost passiert
Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus und sprengt Rohre, Armaturen und Heizkörper. In einem Haus ohne Bewohner fällt das niemandem sofort auf. Die Kälte kommt zuerst an den Außenwänden, im Bad und in Räumen ohne Heizkörper an. Besonders gefährdet sind Leitungen im Keller, unter dem Dach und in Anbauten.
Ein Wochenendhaus kühlt schneller aus als ein dauernd bewohntes Haus, das ständig Wärme in Wänden und Möbeln speichert, weil niemand heizt und die Wärme in Wänden und Möbeln fehlt. Fällt dann noch die Heizung aus, bleibt nur noch die Reserve des Bauwerks. Ist das Gebäude schlecht gedämmt, geht sie schnell zur Neige.
Wichtig ist deshalb, die Heizung so einzustellen, dass sie von selbst eingreift. Ihre Aufgabe ist nicht Behaglichkeit, sondern der Schutz der Leitungen vor dem Einfrieren. Dafür gibt es an vielen Reglern eine eigene Betriebsart, die Sie vor der Abreise einstellen und nach der Rückkehr wieder verlassen.
So stellen Sie den Frostschutz am Regler ein
Beginnen Sie am Regler der Heizungsanlage.
Dort finden Sie eine Betriebsart wie Frostschutz, Urlaub, Abwesenheit oder Standby. Wählen Sie diese Einstellung nach der Anleitung. In dieser Betriebsart hält die Heizung das Haus auf einer niedrigen Grundtemperatur und schaltet bei Bedarf selbst ein. Die genaue Bezeichnung hängt vom Gerät ab.
Prüfen Sie vor der Abfahrt Uhr und Betriebsart am Regler und werfen Sie einen Blick auf die Druckanzeige. Der Druck sollte im üblichen Bereich liegen, denn bei einem Leck könnte die Anlage ohne Wasser dastehen. Beim Ölkessel gehört der Blick auf den Füllstand des Tanks dazu, damit der Brennstoff während der Abwesenheit reicht.
Türen, Fenster und Räume im Wochenendhaus
- Die Wärme muss in alle Räume mit Leitungen gelangen.
- Stellen Sie die Türen zu allen Räumen mit Wasserleitungen auf, etwa zu Bad, Küche und Waschraum, damit die Luft strömen kann. Auch Schranktüren unter Waschbecken öffnen Sie, damit dort die Raumluft an die Rohre kommt. Fenster und Außentüren bleiben fest geschlossen.
- Prüfen Sie Fenster und Kellerschächte auf Zugluft, bevor Sie die Tür hinter sich zuziehen.
- Ein gekipptes Fenster in einem leeren Haus reicht, um einen Raum bei Frost bis an die Leitung auskühlen zu lassen. Auch Lüftungsöffnungen im Sockel sollten nach Möglichkeit geschlossen sein, sofern sie nicht zur Verbrennungsluft des Kessels gehören.
- Ein Gasofen, ein Heizlüfter oder ein Heizstrahler ist keine Lösung.
- Diese Geräte bergen ein Brandrisiko, laufen unbeaufsichtigt und verbrauchen viel. Auch ein Kaminofen darf nicht mit Anheizen in der Hoffnung auf Dauerwärme genutzt werden. Wer einen Ofen hat, betreibt ihn nur so, wie es seine Anleitung beschreibt.
Wasser, Kontrolle und der Weg zum Fachbetrieb
Ob sich das Wasser aus den Leitungen ablassen lässt, hängt vom Haus ab. Ein falscher Eingriff kann die Anlage beschädigen oder Luft in das System bringen. Wie das richtig läuft, beschreibt Wasser im Bungalow ablassen. Sprechen Sie vorher mit einem Fachbetrieb und lassen Sie sich die Schritte für Ihr Haus bestätigen.
Bitten Sie, wenn möglich, jemanden um einen Blick ins Haus, falls strenger Frost angesagt ist. Wer vor Ort ist, prüft Temperatur und Anzeige und achtet auf feuchte Stellen an Wänden und Decken. Auch ein tropfender Hahn oder ein feuchter Fleck unter dem Waschbecken fällt dann früh auf. Eine einfache Rückmeldung, ob die Heizung läuft und der Druck stimmt, verhindert oft einen Wasserschaden, bevor er entsteht.
Merkliste zum Wochenendhaus
- Betriebsart Frostschutz oder Abwesenheit am Regler einstellen und die Heizung nie ganz vom Strom nehmen.
- Türen zu Räumen mit Leitungen öffnen, Schranktüren unter Becken aufmachen und alle Fenster geschlossen halten.
- Vor der Abreise Uhr, Betriebsart und Druck am Regler prüfen und beim Ölkessel den Tankstand ansehen.
- Gasofen, Heizlüfter und Heizstrahler sind keine Ersatzheizung, auch ein Kaminofen wird nur nach seiner Anleitung betrieben.
- Wasser aus den Leitungen nur nach Rücksprache mit dem Fachbetrieb ablassen und bei Ausfall den Betrieb rufen.
Fragen zum Frostschutz
- Reicht es, die Heizung auf die niedrigste Stufe zu stellen?
- Die niedrigste Stufe der Heizkörper genügt oft nicht, weil sie keinen Frostwächter ersetzt. Besser ist die Betriebsart Frostschutz am Regler. Dort schaltet die Anlage selbst ein, wenn das Haus zu stark abkühlt, und das Wasser im Kreis bleibt in Bewegung.
- Muss der Strom im leeren Haus anbleiben?
- Für die Heizung nicht, denn Regler, Pumpe und Frostwächter brauchen Strom. Den Hauptschalter der Anlage lassen Sie auf Ein. Was sich sonst abschalten lässt, entscheiden Sie nach dem Haus, aber nie auf Kosten der Heizungsanlage.
- Darf ich einen Heizlüfter als Reserve laufen lassen?
- Davon ist abzuraten. Ein Heizlüfter in einem unbeaufsichtigten Haus ist ein Brandrisiko und zieht viel Strom. Auch Gasöfen und Strahler sind keine Lösung. Sicherer ist der Frostschutzbetrieb der vorhandenen Heizung und ein Fachbetrieb bei Ausfall.
